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Sonnendurchflutetes helles Wartezimmer mit leeren weißen Schalenstühlen im MGZ

MGZ - Medizinisch Genetisches Zentrum München

Inhabergeführte Praxis und Labor für Humangenetik

Heller Wartebereich, darauf der Schriftzug MGZ - Medizinisch Genetisches Zentrum München, Inhabergeführte Praxis und Labor

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Außenansicht der MGZ-Räume im 4. Stock. Außerdem die Logos von PID-Zentrum und dem Zentrum für erbliche Tumorerkrankungen.

 

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Liquid Biopsy Analyse eröffnet neue Therapieoption für Patientinnen mit Mammakarzinom

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat mit der Zulassung von Imlunestrant einen wichtigen Fortschritt in der Behandlung des hormonrezeptorpositiven, HER2-negativen fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinoms mit ESR1-Variante ermöglicht. Imlunestrant ist ein oral verfügbarer selektiver Estrogenrezeptor-Degrader (SERD), der gezielt den Estrogenrezeptor antagonisiert und abbaut und damit eine zentrale Resistenzmechanismus-Achse der endokrinen Therapie adressiert. ESR1-Varianten entstehen häufig im Verlauf einer antihormonellen Behandlung und sind mit einer verminderten Wirksamkeit klassischer Therapien assoziiert.

Grundlage der europäischen Zulassung waren die Ergebnisse der randomisierten Phase-3-Studie EMBER-3, in der Imlunestrant bei vorbehandelten Patientinnen mit ER-positivem, HER2-negativem Brustkrebs untersucht wurde. In dieser Studie zeigte Imlunestrant bei Patientinnen mit ESR1-Variante eine signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens gegenüber einer endokrinen Standardtherapie. Ein zentrales Element des Studiendesigns war dabei die Bestimmung des ESR1-Variantenstatus mittels zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) aus peripherem Blut. Die Liquid Biopsy ermöglichte eine minimalinvasive Identifikation von Patientinnen mit ESR1-assoziierter Erkrankung und spiegelte damit einen modernen, biomarkerbasierten Therapieansatz wider.

Durch die Integration der ctDNA-Analyse in das Phase-3-Programm unterstreicht Imlunestrant die Bedeutung molekularer Diagnostik für präzise Therapieentscheidungen. Die EMA-Zulassung erweitert somit das Spektrum zielgerichteter endokriner Therapien und stärkt die Umsetzung einer personalisierten, molekular gesteuerten Behandlungsstrategie im klinischen Alltag.