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Depletion der mitochondrialen DNA (MtDNA Maintenance Defekte)

Klinische Symptomatik

Mitochondriale Erkrankungen können im Zusammenhang mit einer Depletion der mitochondrialen DNA auftreten. Hierunter versteht man eine Reduktion der Kopienzahl der mtDNA bis auf wenige Prozent des normalen Gehaltes in den betroffenen Geweben. Die Klinik ist äußerst variabel, oft kommt es zu einer Multisystemerkrankung mit Beteiligung mehrerer Organe. Verschiedene Verlaufsformen werden durch pathogene Varianten in einer großen Zahl unterschiedlicher nukleär kodierter Gene verursacht (s. Frühkindliche (Hepato)Enzephalopathie / mtDNA-Depletionssyndrome).

Häufig manifestieren sich die Erkrankungen bereits im Kindesalter. Beispiele für klinische Symptome, die häufig überlappend auftreten, sind früh auftretende Hepatopathien, Epilepsien, Hypotonie, Schwäche, sensorineuronale Hörstörungen, spinocerebelläre Ataxien und SMA-ähnliche Manifestationsformen.

Erkrankungen, die mit mtDNA-Deletionen oder mtDNA-Depletion einhergehen, werden auch zu „mtDNA maintenance“ Erkrankungen zusammengefasst. Der Nachweis einer mtDNA-Depletion in Muskelgewebe als wegweisende Untersuchung für die weitere sequentielle Einzelgenanalysen hat seinen diagnostischen Stellenwert mit den neuen Möglichkeiten der Hochdurchsatzsequenzierung verloren, so dass die Abklärung eines mtDNA-Depletionssyndroms durch eine Panel- bzw. Exomanalyse erfolgt.

Methodik Next Generation Sequencing (NGS)

Parallele Sequenzierung mehrerer Gene


Material

Material: 2-4 ml EDTA-Blut

Muskel-DNA

Leber-DNA

Dauer
3-6 Wochen